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Fragen & Antworten

21. Dezember 2003
 

Hej  . . . ,

Danke? Wofür? Also dafür doch nicht, das ist doch etwas, was nicht nur normal ist - für uns jedenfalls, anderen Fragen zu beantworten, soweit wir das können - sondern mir auch noch Spaß macht.

>> Wir mögens eher ländlich, gemütlich und ruhig.

Na, ich denke, dann ist Småland genau das richtige für Euch. Hier bei uns in der Kommune . . . ist es ländlich, sehr ruhig (für manche zuuu ruhig) und es stehen viele Häuser mit Grundstücken zum Verkauf ("Till salu" steht auf dem Schild vor dem Haus, dabei die Maklerfirma und eine Telefonnummer). Auch recht preiswert, denn . . .

>> Ich arbeite als Krankenschwester in einer Dialysepraxis . . .

Nun, ich weiß zwar nicht, wie das bei der Dialyse genau ist, hier in Schweden, aber als Krankenschwester wie überhaupt im sozialen Bereich sieht das mit dem Angebot an Arbeitsplätzen noch relativ gut aus, wenngleich auch hier bereits Einsparforderungen vorliegen (aber auch bereits Vorwürfe, wenn mal was schief geht in der ärztlichen Versorgung).   . . .

>> Kann man dort oben seine Elektrogeräte wie Toaster, Herd, Waschmaschine usw. ohne weiteres anschließen, oder braucht man einen Adapter?

Das waren Fragen, die auch uns vorher beschäftigten, Neukäufe kosten schließlich Geld und Adapter sind keine Dauerlösung. Nun, bei uns funktioniert alles das, was wir mitgebracht haben, einwandfrei.

Aber folgendes sollte man berücksichtigen:

Zum Anschluss an 220/230V Steckdosen braucht man keine Adapter, lediglich sind bei älteren Holzhäusern (wie unserem) vielfach keine Schutzleitungen da, d.h. keine Erdung. Insofern passen in ältere tiefgelegene Steckdosen (die einfach nur rund sind) nicht immer die deutschen Stecker (die Führungsleisten haben). Die neueren Steckdosen hier (und auch die Stecker an Neugeräten, die man hier kauft) sind aber bereits mit dem Schutzleiter und auch den Führungsleisten ausgestattet. Will sagen, dass alle 220/230V Geräte, die wir aus Deutschland mitgebracht haben (Waschmaschine, Trockner, Mikrowelle, Gefrierschrank, Bohrmaschine usw.), auch hier funktionieren, selbst unsere Sonnenbank. Notfalls sind eben durch einen Elektriker die Steckdosen auswechseln zu lassen, brauchten wir aber nicht machen zu lassen, irgendwo fand sich der richtige Stecker zur richtigen Steckdose.Bilder 221

Alle Häuser (na ja, die meisten wohl, unseres jedenfalls) sind mit max. 16 Ampère abgesichert, was bedeutet, dass Geräte, die mehr als 220/230 V benötigen (z.B. Herd mit 360/400 V), nicht unbedingt ausgehalten werden. Da empfahl man uns, einen schwedischen Herd zu nehmen. Nun, die Küche ist sowieso beim Kauf eines Hauses dazugehörig, also drin, in der Regel auch der Herd (die Frage ist nur, wie alt die Geräte sind, unseren Kühlschrank haben wir bereits erneuert). Sollte man beim Kauf drauf achten. Unser schwedischer Herd funktioniert prima, unseren deutschen Herd konnten wir in Deutschland so gut wie verschenken, na ja.

Hier benutzt man auch noch gern die alten großen (grauen, äußerst unansehnlichen, wir haben insgesamt vier davon, zwei im Keller, einen in der Stuga und einen in der Garage) Sicherungskästen mit diesen alten Sicherungen, die man erneuern (also neu rein drehen) muss, also keine - bzw. nur selten, kann man aber auch nachträglich einbauen lassen - Fliehsicherungen, die dann einfach wieder eingedrückt werden. Für Holzhäuser, so sagte man uns, sei das aber besser, wir haben es dann auch nicht geändert (weil bei den alten kein offener Funke beim Durchknallen der Sicherung entsteht).

Telefondosen sehen anders aus, sind aber in der Funktion gleich. Anfangs habe ich einfach die vorhandene gegen die TAE-Dose aus D. umgetauscht bzw. beide Leitungen per Klingeldraht einfach durchgeschaltet. Klappte auch mit meinem 56K Modem, hatte also auch Internetanschluss damit und der Mann von der Telia, der den Anfangsfehler (Kabelbruch am Schornstein außen) findenBilder 232 und reparieren musste, hatte auch keine Einwände (aber ´n bisschen dumm geguckt hat er schon). Erst als ich dann den DSL-Anschluss für das Internet bekam, musste ich auf die schwedischen Stecker um- bzw. zurück rüsten, und zwar wegen des Splitters, der Telefon- und DSL Leitung auseinander hält und gegenseitige Störungen vermeidet (sagte man mir jedenfalls). Wenn also das aus D. mitgebrachte Telefon, Fax, Modem und andere Kommunikationsgeräte nicht sehr alt sind, dann klappt das hier auch damit, bei uns jedenfalls hat es das.

Übrigens: Nach einem sehr starken Gewitter (nennt man hier åska) durfte ich Modem samt Splitter und auch 2 Netzgeräte (für DSL und Scanner) bereits neu kaufen, die Stromsicherungen blieben aber drin (für mich nicht nachvollziehbar, bin aber auch kein Fachmann). Passiert hier öfter, wie man uns sagte, auch Telefone und Fernseher seien arg gefährdet, also immer: Bei Gewitter Stecker raus. Die allgemeinen Stromleitungen sind hier nicht so gut gegen Überlastung abgesichert wie in Deutschland.

Das also dazu. Hoffe, Euch mit den Infos weitergeholfen zu haben. Ansonsten und überhaupt: Weiterfragen, mehr als "weiß ich nicht" kann ich auch nicht sagen.

Schöne Tage noch - und vielleicht einfach mal herkommen und einige Tage damit verbringen, alles anzuschauen, schadet nicht und ist schlimmstenfalls ein schöner Kurzurlaub gewesen (so haben wir das ja auch gemacht).

Hejdå Hanjo

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